Herr Grimm, Sie bezeichnen sich selbst nur ungern als Makler, warum?

Ich meide den Begriff Makler, da ich den Beruf neu interpretieren möchte! Ein Makler redet zum Beispiel viel über den Preis, für den Kunden ist jedoch der Wert wichtig, was ein wesentlicher Unterschied ist. Ein Immobilienverkauf ist eine emotionale Angelegenheit, es geht darum, den Kunden zu begeistern. Das gelingt nicht mit unattraktiven Bildern und schwer verständlichen Informationen. Das ist bei mir anders: Jeder Kunde ist anders und ich gehe von den jeweils spezifischen Bedürfnissen aus und gehe individuell darauf ein.


Sie sind Quereinsteiger und seit Mai 2018 am Markt präsent – was hat Sie an der Immobilienvermarktung gereizt?

Verkauf ist seit jeher meine Leidenschaft und hat meine gesamte bisherige berufliche Laufbahn geprägt. Zuletzt war ich als Vertriebschef einer Sportmarke für den Schweizer Markt verantwortlich und war nahe am Retailbusiness. Zudem habe ich privat zwei Häuser gebaut und mich intensiv mit der Materie auseinandergesetzt. Dabei beschloss ich, dass ich einmal im Verkauf von Immobilien tätig sein möchte, da hier Emotion, Leidenschaft und Wirtschaftlichkeit aufeinandertreffen. 2018 war es dann soweit.


Wo steht die Makler-Branche in fünf Jahren?

Die Branche befindet sich aktuell noch in der Steinzeit! Alte Strukturen dominieren, oft auf Kosten des Kunden. Entsprechend gibt es grosses Potenzial, vor allem in den Bereichen Prozesse und Vermarktung. Hier spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Bei einem Immobilienverkauf müssen zahlreiche Informationen verarbeitet werden. Oft werden diese unübersichtlich und kompliziert dargestellt. Das verunsichert den potenziellen Käufer. Transparenz ist gefragt, hier können digitale Instrumente Abhilfe schaffen. Sowohl in der Datenbeschaffung und deren Auswertung als auch in der Kommunikation. Damit können wir dem Kunden ein neues Level an Transparenz bieten, was letztlich allen Beteiligten hilft. Transparenter und digitaler sollte die Branche in fünf Jahren daher allemal sein.


Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf Ihr «Handwerk»?

Die Digitalisierung beeinflusst unsere Branche auf verschiedenen Ebenen und eröffnet uns in unterschiedlichen Bereichen neue Möglichkeiten. Prozesse können automatisiert und damit sehr viel effizienter gestaltet werden. Zudem entstehen eine Vielzahl an neuen Vermarktungsinstrumenten. Die Herausforderung in unserer Branche besteht darin, dass Immobilien heute zum grössten Teil online gesucht werden, der Kauf aber immer erst nach mindestens einer physischen Besichtigung stattfindet. Es muss also alles stimmen, sowohl die digitalen Vermarktungsinstrumente als auch die analogen. Neben den virtuellen Instrumenten wie Virtual Reality oder 3D-Navigatoren ist es wichtig, auch die analogen Instrumente wie Broschüren und innovative Konzepte wie Home Staging nicht aus dem Blick zu verlieren. Ich nutze deshalb einen breiten Mix an Vermarktungstools, die aufeinander abgestimmt sind und sich optimal ergänzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die enorme Datenmenge, die heute erfasst, gespeichert und ausgewertet werden kann. Big Data bietet komplett neue Möglichkeiten im Bereich Analyse, Bewertung und Prognose, wie beispielsweise bei der Wertermittlung durch PriceHubble.


Kommen die digitalen Verkaufsinstrumente bei allen Kunden gleich gut an?

Ich beriet einen älteren Herrn, der die Virtual-Reality-Brille nicht mehr absetzen wollte, und ich hatte einen jungen Kunden, der sich mehr von unserem Magazin begeistern liess. Jeder Kunde ist individuell. Mein Ziel ist es deshalb, jeden Kunden dort abzuholen, wo er gerade steht.


Sie nutzen seit Ihrem Geschäftsbeginn eine digitale Lösung von PriceHubble, den Cyborg, zur Bewertung von Immobilien und zur Darstellung von Objektinformationen. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Ich habe die Ergebnisse von PriceHubble mehrmals mit herkömmlichen Bewertungen im Hinblick auf den Wert und auf den Bewertungsprozess an sich verglichen. Der herkömmliche Ansatz zeichnete sich meiner Erfahrung nach durch Intransparenz, unnötige Komplexität, hohe Wertunterschiede und teils wenig nachvollziehbare Erläuterungen aus. PriceHubble bietet mir, sobald ich die grundlegenden Eckdaten beisammen habe, in Sekundenschnelle einen präzisen und verlässlichen Wert. Dank der optisch ansprechenden Darstellung sind die Informationen auch für meine Kunden leicht verständlich.


Kommen die Objekteinsichten noch anderweitig zum Einsatz?

Da PriceHubble die Lage- und Objektdetails sehr attraktiv darstellt, kann ich diese in derselben Bildsprache direkt in meine gedruckten Dokumentationen übernehmen. Ich profitiere dadurch von einem effizienten Prozess, und der Interessent von der Transparenz und der Verständlichkeit. Ich sage immer: Wenn der Kunde trotz meinen Unterlagen noch Fragen zum Objekt hat, habe ich etwas falsch gemacht. Das passiert jedoch so gut wie nie. Wir bekommen auch von Banken viel positives Feedback. Dank vollständigen Dokumentationen können Finanzierungen sehr rasch abgeklärt werden.


Was macht für Sie einen guten Partner oder Lieferanten aus?

Das gemeinsame innovative Minimum. Ich möchte nur mit Menschen und Unternehmen arbeiten, die etwas bewegen wollen und Lust haben, etwas zu verändern.


Wenn Sie sich eine Feature von PriceHubble wünschen dürften, welche wäre das?

Ich bin auch in Quartierentwicklungen mit Wohnüberbauungen involviert. Bei solchen Projekten würde es mir helfen, wenn Aussagen für Investoren in einer genauso einfach verständlichen Sprache dargestellt werden könnten, wie dies PriceHubble für meine Kommunikation mit Privatkunden bereits ermöglicht. 


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Über Grimm Immobilien & Management:

Oliver Grimm gründete im 2018 sein Start-up im Bereich Immobilienvermarktung und Verkauf. Als Quereinsteiger geht er neue Wege und sucht nach innovativen Vermarktungsmassnahmen. Er kombiniert digitale und analoge Massnahmen und stimmt diese optimal aufeinander ab mit dem Ziel, sowohl virtuell als auch real ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen. Immer mit dem Fokus auf die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden und Interessenten. In der Zusammenarbeit mit innovativen Partnern sieht er grosses Potenzial und eine Quelle der Inspiration.


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